Beratung & Vermittlung >>  Eingliederungsleistungen

Eingliederungsleistungen

Das Jobcenter im Landkreis Böblingen kann die unten aufgeführten Eingliederungsleistungen erbringen. Die Entscheidung über eine für Sie in Frage kommende Förderung trifft die/der für Sie zuständige Fallmanager(in). Förderleistungen werden nur auf Antrag gewährt, der rechtzeitig gestellt werden muss. Nehmen Sie deshalb vor Beginn der Förderung Kontakt mit der/dem für Sie zuständigen Fallmanager(in) auf.

Vermittlungsbudget

Ausbildungssuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende und Arbeitslose können aus dem Vermittlungsbudget gefördert werden.

Die Förderung umfasst folgende Leistungen:

• Bewerbungskosten

• Reisekosten zum Vorstellungsgespräch

• Fahrkosten für Pendelfahrten

• Kosten für getrennte Haushaltsführung

• Kosten für den Umzug

• Fahrkosten zum Antritt einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle

• Kosten für Arbeitsmittel

• Kosten für Nachweise

• Unterstützung der Persönlichkeit

• Sonstige Kosten

Nähere Auskünfte erhalten Sie von Ihrer/Ihrem Fallmamanager(in).

Eingliederungszuschuss

Arbeitgeber können Eingliederungszuschüsse erhalten, wenn sie einen hilfebedürftigen Arbeitslosen mit Vermittlungshemmnissen einstellen, die in dessen Person liegen und dadurch die Vermittlung in Arbeit erschwert ist.
Der Zuschuss kann bis zu 50 vom Hundert des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts und für die Dauer von bis zu zwölf Monaten gewährt werden. Für Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben oder für Schwerbehinderte Menschen sind längere Förderzeiten möglich.
Die Höhe und die Dauer der Förderung richten sich nach dem Umfang der Minderleistung des Arbeitnehmers und den jeweiligen Eingliederungserfordernissen.

Föderung der beruflichen Weiterbildung

Für die Teilnahme an einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung wird ein Bildungsgutschein ausgestellt.
Der Bildungsgutschein ist die Zusicherung für die Übernahme der Kosten für die entsprechende Weiterbildungsmaßnahme.
Eventuell anfallende Fahr- und Kinderbetreuungskosten können ebenfalls erstattet werden.
Die Ausstellung eines Bildungsgutscheines setzt voraus, dass ein individuell notwendiger Qualifizierungsbedarf festgestellt wird.
Die Feststellung trifft Ihr(e) zuständige(r) Fallmanger(in) und setzt eine persönliche Beratung voraus.

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Das Jobcenter kann Dritte mit der Durchführung von Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung beauftragen. Diese Maßnahmen dienen der Eignungsfeststellung und Kenntnisvermittlung.
Die Maßnahme kann bis zu einer Dauer von 6 Wochen bei einem Arbeitgeber durchgeführt werden - in Ausnahmefällen auch länger. Eventuell anfallende Fahr- und Kinderbetreuungskosten können übernommen werden.                

Seit 01.04.2012 gibt es den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Das Jobcenter kann den Gutschein im Bedarfsfall ausgeben. Die Maßnahmen dienen als individuelles Unterstützungsangebot, welche die Integrationschancen in den Arbeitsmarkt unterstützen sollen. Der Gutschein kann auch für die Einschaltung eines privaten Arbeitsvermittlers ausgegeben werden.

Einstiegsgeld

Arbeitsuchenden erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die eine sozialversicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende oder eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen, kann zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit ein Einstiegsgeld gewährt werden, wenn dies zur Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich ist. Das Einstiegsgeld kann auch erbracht werden, wenn nach der Aufnahme der Erwerbstätigkeit die Hilfebedürftigkeit entfällt.
Hinweis: Bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit müssen zur Prüfung der Tragfähigkeit des Vorhabens dem Regionalen Jobcenter mindestens folgende Unterlagen vorgelegt werden: Kurzbeschreibung des Existenzgründungsvorhabens, Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan, Umsatz- und Rentabilitätsvorschau.

Arbeitsgelegenheit Mehraufwandsvariante

Erwerbsfähige Hilfebedürftige üben zumutbare, nicht sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen bei Maßnahmeträgern im Landkreis Böblingen aus, die im öffentlichen Interesse liegen und zusätzlich, wettbewerbsneutral sowie arbeitsmarktpolitisch zweckmäßig sind.
Diese Arbeiten werden in der Umgangssprache auch „1,50 € Jobs“ genannt. Für die Tätigkeit werden zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine Mehraufwandsentschädigung in Höhe von 1,50 € für jede geleistete Stunde gezahlt. Die Arbeitszeit darf monatlich 100 Stunden nicht übersteigen.
Die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ist im Rahmen der Weiterzahlung von Arbeitslosengeld II sichergestellt. Die Absicherung in der Unfallversicherung hat der Träger der Maßnahme zu gewährleisten. Die Förderdauer ist beschränkt. Innerhalb von 5 Jahren können längstens 2 Jahre gefördert werden.

Förderung von Arbeitsverhältnissen

Für Langzeitarbeitslose, die in ihren Erwerbsmöglichkeiten sehr stark eingeschränkt sind und mit keiner anderen Eingliederungsleistung integriert werden können, gibt es seit 01.04.2012 das Förderungsinstrument nach §16e SGB II. Falls keine Integration in den Arbeitsmarkt möglich ist, kann ein Zuschuss in Höhe von bis zu 75 % des Arbeitsentgeltes an den Arbeitgeber gezahlt werden. Die Förderdauer beträgt bis zu 2 Jahre.

Saisonbeschäftigung

Haben Sie schon einmal über eine Beschäftigung in der Landwirtschaft, im Gartenbau, in der Forstwirtschaft oder der Gastronomie nachgedacht?
In diesen Branchen gibt es ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten. Dieses reicht von einfachen Tätigkeiten, die Sie sofort ausführen können bis hin zu anspruchsvollen Tätigkeiten mit hochtechnisierten Arbeitsmitteln. Verantwortungsbewusster Umgang mit empfindlichen Produkten, Zuverlässigkeit, Einsatzwille und gesundheitliche Eignung sind für diese Tätigkeiten Voraussetzung.
Die Bezahlung richtet sich nach dem für die Branche üblichen Tarifvertrag. Das Jobcenter des Landkreis Böblingen kann zusätzlich zur Entlohnung Leistungen gewähren (z.B. Fahrkosten, Einstiegsgeld). Saisonbeschäftigung kann ein Weg aus der Arbeitslosigkeit sein und bietet zudem die Möglichkeit, die Suche nach einer dauerhaften Beschäftigung zu überbrücken.
Haben Sie Fragen zur Saisonbeschäftigung, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Jobcenter auf.

Informationsbroschüre