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Startschuss für berufsbezogene Sprachkurse

Bundesweit erste Kurse in Hessen und Baden-Württemberg – 330 Millionen Euro Fördermittel

Die bundesweit ersten Kurse in einem neuen Programm zur berufsbezogenen Sprachförderung sind gestartet. Zielgruppe sind Menschen mit Migrationshintergrund, die besser für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden sollen. Mit dem Konzept des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben Kurse in Hessen (Bad Hersfeld) und in Baden-Württemberg (Böblingen) begonnen. Insgesamt sind derzeit rund 90 Projektträger zugelassen, die die Kurse künftig anbieten.

Finanziert werden die Sprachkurse aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Für das ESF-BAMF-Programm stehen insgesamt 330 Millionen Euro bis 2013 zur Verfügung. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragte das Bundesamt in dieser Förderperiode mit der Durchführung.

Sprachkenntnisse öffnen Türen zum Arbeitsmarkt, betonte der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Dr. Albert Schmid. Die ESF-Sprachkurse, die an die laufenden Integrationskurse des Bundesamtes anknüpfen, bestehen aus einem berufsbezogenen Sprachunterricht und einer Qualifizierung in drei Teilen: theoretischer Unterricht, Praktikum und Betriebsbesichtigungen. Dabei reicht die Bandbreite von Bewerbungstraining bis hin zu EDV-Kursen.

An dem berufsbezogenen Sprachkurs in Bad Hersfeld werden 18 Teilnehmer speziell für den Arbeitsbereich Lager und Logistik qualifiziert. Kursträger ist der Fachdienst für Migration des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Auch Betriebspraktika in der Region sind vorgesehen. In Böblingen werden 18 Teilnehmer vor allem für den technisch-gewerblichen Bereich geschult.

Träger ist die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA). Die beiden Kurse sind jeweils passgenau auf die Erfordernisse des örtlichen Arbeitsmarktes abgestimmt. Die Teilnehmer werden im Zusammenwirken der Bundesagenturen für Arbeit, Optionskommunen, den Arbeitsgemeinschaften aus kommunalen Trägern und Bundesagentur für Arbeit (ARGEn) sowie den jeweiligen Bildungsträgern ermittelt.

Quelle:  BAMF