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Ärgernis des Monats

„Wir freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen – Ihre Bewerbung war erfolgreich.“ – Auf diesen Satz warten täglich viele Arbeitslose beim Gang zum Briefkasten. Warum ist es denn so schwer, trotz guter Arbeitsmarktlage derartige Mitteilungen zu erhalten? Warum ist es denn bis heute nicht möglich, einen individuellen aber weitgehend verlässlichen Weg zu einem Arbeitsplatz zu finden? Es müsste doch möglich sein, mit großer Sicherheit die Arbeitslosigkeit bekämpfen zu können, so wie eine Angina oder eine Erkältung.

Ganz einfach, Arbeitslosigkeit verhindert man nicht indem etwas zerstört wird, wie einen Virus und bestimmte Bakterien. Das ist relativ einfach. Es muss etwas aufgebaut werden, damit Arbeitslosigkeit verschwindet. Es müssen Erwartungen des Unternehmers und die des Arbeitslosen erfüllt und mit den Fähigkeiten abgeglichen werden.

Auch bei guter Arbeitsmarktlage bleibt der Zugang zum Arbeitsmarkt ein Flaschenhals, da jeder Arbeitslose bei einem Vorstellungsgespräch in der Regel mit fünf Mitbewerbern zu rechnen hat. Egal wie gut die Vorbereitungen und die Fähigkeiten sind, am Ende wird mit meist 20%iger Wahrscheinlichkeit um den Zugang zum Arbeitsmarkt quasi  „gewürfelt“ (aus der Sicht des Arbeitslosen).

Das heißt noch lange nicht, dass jede 5. Bewerbung dann erfolgreich sein muss.  Jede Bewerbung ist ein diskretes Ereignis, die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse kumulieren sich nicht. Das ist wie beim LOTTO, sonst hätte man mit 25 Tipps in jedem Fall den Jackpot geknackt.

Schon allein deshalb entstehen oft lange Zeiträume des Wartens und der Ungewissheit. Das Jobcenter Landkreis Böblingen hilft ihnen dabei  diese Zeit für die eigene Qualifikation zu nutzen. Unsere Vermittlungsergebnisse liegen in der Regel auch über 20%. Gewissheit gibt es aber nicht.