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Im Lexikon werden Ihnen die Begriffe rund um das Arbeitslosengeld II kurz und einfach erklärt.

Eheähnliche Gemeinschaft

Eine eheähnliche Gemeinschaft ist eine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft zwischen zwei Personen, welche so eng ist, dass sie von den Partnern ein gegenseitiges Einstehen im Bedarfsfall erwarten lässt. Gemäß § 7 Abs. 3a SGB II geht das JobCenter davon aus, dass eine eheähnliche Gemeinschaft vorliegt, wenn Partner:

  • länger als ein Jahr zusammenleben oder  
  • mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben oder
  • Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
  • befugt sind, über Einkommen und Vermögen des anderen zu verfügen.

Es handelt sich um keine abschließende Aufzählung, auch andere Lebensumstände können das Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft vermuten lassen.

 

 

 

Ein-Euro-Job

siehe Ausführungen zu den Arbeitgelegenheiten.

Eingliederungsvereinbarung

In einer Vereinbarung wird zwischen Ihnen und Ihrem Fallmanager festgehalten, wie Ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt erreicht werden soll. Diese so genannte Eingliederungsvereinbarung legt fest, wie Sie sich an diesem Vorhaben beteiligen und wie Ihnen das Regionale JobCenter dabei hilft, das Ziel zu erreichen. Bei Bedarf wird die Eingliederungsvereinbarung angepasst und nach Ablauf der vereinbarten Zeit fortgeschrieben. Mehr zum Inhalt und Umfang der Eingliederungsvereinbarung finden Sie hier.

Eingliederungszuschuss

Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderungsbedürftigen Arbeitnehmern Zuschüsse zu den Arbeitsentgelten zum Ausgleich von Minderleistungen erhalten. Die Förderhöhe und Dauer richtet sich nach dem Umfang einer Minderleistung des Arbeitnehmers und den jeweiligen Eingliederungserfordernissen.
Bei den Eingliederungszuschüssen handelt es sich um Ermessensleistungen der aktiven Arbeitsförderung.
Die ARGE entscheidet sowohl dem Grunde nach als auch in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung im Rahmen der einschlägigen gesetzlichen Regelungen und pflichtgemäßem Ermessen. Der Zuschuss kann bis zu 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalisierten Arbeitgeber-Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag betragen und bis zu 12 Monate gezahlt werden.

 

Einkommen

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld werden nur an den Bürger gezahlt, der seinen eigenen Lebensunterhalt und den der mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen aus eigener Kraft nicht oder nicht ausreichend sichern kann. Deshalb werden vor allem Einkommen und Vermögen aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft unter bestimmten Voraussetzungen berücksichtigt.  Zum Einkommen gehören beispielsweise Einnahmen aus einer nicht selbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit, Entgeltersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld, Kapital- und Zinserträge oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Unterhaltsleistungen, Kindergeld, Renten und Einnahmen aus Aktienbesitz. Bei der Anrechnung des Einkommens gibt es jedoch Freibeträge, die vom Einkommen abgesetzt werden. Näheres dazu finden Sie hier.

Einmalige Leistungen

Einmalige Leistungen können erbracht werden für Erstausstattung der Wohnung, Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt oder Leistungen für mehrtägige Klassenfahrten.                                                                                                                                              Für den jeweiligen Bedarf können Pauschalen festgelegt werden. Leistungen können als Geld- oder Sachleistungen erbracht werden. Näheres finden Sie hier.

Einstellungszuschuss bei Neugründungen

Arbeitgeber, die vor nicht mehr als zwei Jahren eine selbständige Tätigkeit aufgenommen haben, können für die unbefristete Beschäftigung eines arbeitslosen förderungsbedürftigen Arbeitnehmers einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten. Es handelt sich um eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung. Mehr dazu finden Sie hier.

Einstiegsgeld

Sollten Sie eine sozialversicherungspflichtige oder selbständige Erwerbstätigkeit beginnen, kann Ihnen das JobCenter Landkreis Böblingen zur Überwindung Ihrer Hilfebedürftigkeit einen zeitlich befristeten Zuschuss zahlen - das Einstiegsgeld.
Details finden Sie hier.

Erwerbsfähigkeit

Erwerbsfähig ist, wer mindestens 15 Jahre, aber noch keine 65 Jahre alt ist und unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig sein kann und nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit daran gehindert ist. Sie gelten weiterhin als erwerbsfähig, auch wenn Ihnen vorübergehend eine Erwerbsfähigkeit nicht zugemutet werden kann - zum Beispiel wegen der Erziehung eines Kindes unter drei Jahren oder weil Sie noch zur Schule gehen.