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Im Lexikon werden Ihnen die Begriffe rund um das Arbeitslosengeld II kurz und einfach erklärt.

Sachleistungen

Sachleistungen (z.B. Lebensmittelgutscheine) können erbracht werden, wenn die gezahlten Leistungen wegen unwirtschaftlichen Verhaltens zu schnell verbraucht werden. Unwirtschaftliches Verhalten liegt z.B. dann vor, wenn die Leistungen wiederholt kurz nach der Auszahlung verbraucht sind.

Saisonbeschäftigung

Saisonbeschäftigung kann ein Weg aus der Arbeitslosigkeit sein. Sie bietet zudem die Möglichkeit, die Suche nach einer dauerhaften Beschäftigung zu überbrücken. Gerade in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft, des Gartenbaus und der Gastronomie gibt es ein großes Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten. Der Arbeitskräftebedarf fällt nach der Natur der jeweiligen Betriebstätigkeit überwiegend für bestimmte Zeiten im Jahr an.Details finden Sie hier.

Sanktionen

Neben dem Grundsatz des Förderns steht gleichberechtigt der Grundsatz des Forderns. Sie sind daher verpflichtet, konkrete Schritte zur Behebung Ihrer Hilfebedürftigkeit zu unternehmen. So müssen Sie sich um die Beendigung Ihrer Erwerbslosigkeit bemühen und aktiv an allen Maßnahmen mitwirken, die dieses Ziel unterstützen.

Kommen Sie diesen Verpflichtungen ohne wichtigen Grund nicht nach, hat dies weit reichende Sanktionen in Form von Kürzungen oder sogar des Wegfalls der Leistungen zur Folge. Dies gilt auch im Falle weiterer Pflichtverletzungen, wie zum Beispiel dem Abbruch einer zumutbaren Eingliederungsmaßnahme oder Versäumnissen bei einer Meldeaufforderung.

 

Sanktionen - wichtiger Grund

Sanktionen treten nicht ein, wenn Sie für Ihr Verhalten einen wichtigen Grund haben. Ein wichtiger Grund liegt nur vor, wenn die Abwägung Ihrer individuellen Interessen mit den Interessen der Allgemeinheit besonderes Gewicht zu Ihren Gunsten hat. Aufgrund der klaren Bestimmungen zur Zumutbarkeit können wichtige Gründe zur Ablehnung einer Erwerbstätigkeit nur in Ausnahmefällen anerkannt werden. Für die Aufgabe oder Ablehnung einer Arbeit liegt ein wichtiger Grund zum Beispiel dann vor, wenn die Ausübung einer Arbeit die Erziehung eines unter dreijährigen Kindes gefährden würde, die Pflege eines Angehörigen nicht mit der Ausübung einer Arbeit vereinbar ist und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann oder Sie zu bestimmten Arbeiten körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage sind.

Keinen wichtigen Grund haben Sie zum Beispiel dann, wenn die Entfernung zur neuen Arbeitsstelle mit einem höheren Zeitaufwand verbunden ist, eine Beschäftigung zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen angeboten wird oder die Tätigkeit nicht Ihrer bisherigen Qualifikation entspricht.

 

Sanktionen bei unter 25-Jährigen

Wenn Sie zwischen 15 bis unter 25 Jahre alt sind, erhalten Sie bei Pflichtverletzungen mit Ausnahme von Meldeversäumnissen für die Dauer der Sanktionen keine Geldleistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende mehr. Sie haben auch keinen Anspruch auf ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt.

In diesem Fall werden lediglich die Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen und regelmäßig direkt an den Vermieter gezahlt. Daneben können Sie ergänzend Sach- oder Geldwerte Leistungen bekommen.

 

Sanktionsdauer

Unabhängig davon, ob die Pflichtverletzung zwischenzeitlich beendet wurde, erfolgt eine Absenkung oder ein Wegfall der Leistungen für jeweils drei Monate. Sofern in dieser Zeit eine erneute Pflichtverletzung folgt, tritt eine neue dreimonatige Sanktionszeit in Kraft, die sich mit der ersten teilweise überschneiden kann.

Service-Center

Das JobCenter Landkreis Böblingen bietet einen zentralen telefonischen Service für ihre Kunden an. Sie erreichen uns unter der Servicenummer 01801/00297350-000 von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr (zum Ortstarif aus dem Festnetz der Deutschen Telekom für 3,9 Cent/Min.). Auch hier werden Sie von Fachleuten beraten, die Zugriff auf die entsprechenden Programme haben. Im Bedarfsfall ruft Sie der zuständige Mitarbeiter zurück. Gerne können Sie zu den Öffnungszeiten auch persönlich vorbeikommen oder für die Kontaktaufnahme unsere Kontaktformular nutzen

Sonstige weitere Leistungen

Für Personen, die über die bestehenden Eingliederungsleistungen hinaus weitergehende Hilfe benötigen, können individuelle Hilfen als "Sonstige weitere Leistungen " gewährt werden. Auf diese Leistungen besteht kein Rechtsanspruch. Näheres dazu finden Sie hier.

Sozialgeld

Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige, die mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten als Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts Sozialgeld, soweit sie keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) haben. Anspruchsberechtigt sind auch Bezieher von Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung auf Zeit. Angehörige einer Bedarfsgemeinschaft, die Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer beziehen oder das 65. Lebensjahr vollendet haben, haben keinen Anspruch auf Sozialgeld.

Das Sozialgeld umfasst Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, Leistungen für Mehrbedarfe beim Lebensunterhalt, Leistungen für Unterkunft und Heizung und die Gewährung eines Darlehens bei Bestehen eines unabweisbaren Bedarfs im Einzelfall. Anspruch auf Zahlung eines Zuschlages nach dem Bezug von Arbeitslosengeld besteht hier nicht. Die Höhe der Regelleistung und der Mehrbedarfe entspricht der des Arbeitslosengeldes II.

Sozialversicherung

Nur wenn Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, werden Sie durch den zuständigen Träger der Grundsicherung kranken- und pflegeversichert. Dies erfolgt vorrangig im Rahmen einer Familienversicherung, das heißt Sie werden bei einem bereits krankenversicherungspflichtigen Angehörigen mitversichert. Die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung werden direkt an den Sozialversicherungsträger überwiesen. Näheres finden Sie hier.

Startseminar

Das Startseminar ist eine fünftägige Pflichtveranstaltung für alle Personen, die einen Neuantrag auf Arbeitslosengeld II stellen und die in den letzten 2 Jahren keine Sozialleistungen erhalten haben. In dem Seminar werden Ihnen die Abläufe im Regionalen JobCenter erklärt und es gibt allgemeine Informationen zum Sozialgesetzbuch Zweites Buch. Außerdem wird ein Profiling erstellt, sowie Ihre Bewerbungsunterlagen geprüft und bei Bedarf ergänzt. Die Einladung zum Startsseminar erhalten Sie bei der Vorsprache im Regionalen JobCenter.

Suchtberatung

Die Suchtberatung im Regionalen JobCenter erleichtert frühzeitigen Zugang zu Beratung und Hilfe.
Mit geeigneter Unterstützung und guter Mitwirkung gelingt häufig ein beruflicher Wiedereinstieg. Informieren Sie sich hier.