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Im Lexikon werden Ihnen die Begriffe rund um das Arbeitslosengeld II kurz und einfach erklärt.

Barauszahlung

Haben Sie kein Konto bei einem inländischen Geldinstitut, wird Ihnen die Geldleistung durch eine "Zahlungsanweisung zur Verrechnung" übermittelt. Diese können Sie sich oder eine von Ihnen beauftragte Person bei jeder Auszahlungsstelle der Deutschen Post oder der Deutschen Postbank bar auszahlen lassen. Dadurch entstehen jedoch pauschale Kosten von 2,10 Euro, die gleich von der zustehenden Leistung abgezogen werden. Können Sie nachweisen, dass Ihnen die Einrichtung eines Kontos bei einem Geldinstitut nicht möglich ist, werden die pauschalen Kosten nicht abgezogen. Zusätzlich werden aber von der Auszahlungsstelle bei einer Barauszahlung noch folgende Auszahlungsgebühren einbehalten, worauf die zuständigen Träger keinen Einfluss haben: 3,50 Euro Gebühr bei einem Zahlungsbetrag bis 50 Euro, bei 50 bis 250 Euro sind es 4,00 Euro, von 250 bis 500 Euro sind es 5,00 Euro, zwischen 500 und 1.000 Euro zahlen Sie 6,00 Euro und von 1.000 bis 1.500 Euro fallen 7,50 Euro an.

Bedarf

Die Summe aus

  • den Regelleistungen der Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft
  • eventuellen Mehrbedarfe und
  • den Kosten der Unterkunft und Heizung
    ergeben den Bedarf einer Bedarfsgemeinschaft. In der Berechnung werden anzurechnendes Einkommen und Vermögen der Mitglieder berücksichtigt, sofern diese den jeweiligen Freibetrag überschreiten. Ausnahmen gibt es hierbei bei folgenden Sonderfällen:
    1. Das Vermögen der Kinder unter 25 Jahren wird nur auf den eigenen Bedarf angerechnet.
    2. Bei minderjährigen, unverheirateten Kindern unter 25 Jahren, die mit den Eltern in einem Haushalt leben, wird das eigene Einkommen und Vermögen sowie zusätzlich auch das der Eltern auf den Bedarf angerechnet. Einzige Ausnahme hier sind Kinder unter 25 Jahren, die schwanger sind oder ein Kind unter sechs Jahren erziehen.

Bedarfsgemeinschaft

Die Bedarfsgemeinschaft kann in der Regel mit der Familie gleichgesetzt werden.

Zu ihr gehören 

  • die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,
  • als Partner der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
  • die Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in eheähnlicher Gemeinschaft lebt,
  • der nicht dauernd getrennt lebende eingetragene Lebenspartner und
  • die im Haushalt lebenden unverheirateten Kinder des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen oder seines Partners, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

Minderjährige gehören nicht zur Bedarfsgemeinschaft ihrer Eltern, wenn sie ihren Bedarf durch eigenes Einkommen decken können oder wenn sie selbst ein Kind haben. In diesen Fällen bilden sie zusammen mit ihrem Kind eine eigene Bedarfsgemeinschaft. Sind die Eltern nicht erwerbsfähig, bilden sie trotzdem mit ihren minderjährigen Kindern eine Bedarfsgemeinschaft, wenn mindestens ein Kind erwerbsfähig ist - also mindestens 15 Jahre alt.
Von jedem Mitglied der Bedarfsgemeinschaft wird erwartet, dass es sein Einkommen und Vermögen zur Deckung des Gesamtbedarfes aller Angehörigen der Bedarfsgemeinschaft einsetzt.

Berufsberatung

Die Berufsberatung ist ein Angebot der Agentur für Arbeit. Der  Fallmanager arbeitet mit dem Berufsberater eng zusammen. Näheres dazu finden Sie hier

Bescheide

Entscheidungen über die von Ihnen beantragte Leistung und jede spätere Änderung teilt Ihnen Ihr Regionales JobCenter schriftlich mit. Einen schriftlichen Bescheid erhalten Sie auch, wenn Ihrem Antrag nicht oder nicht in vollem Umfang entsprochen werden kann, wenn die Leistung vermindert oder die Zahlung ganz eingestellt werden muss oder wenn Sie die Leistung zu Unrecht erhalten und zurückzuzahlen haben.

Bewerbungskosten

Für die Erstellung und den Versand von Bewerbungsunterlagen gibt es eine Beihilfe.
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